Geschichte der Sectio Brigensis

 

Die neue Brigensis

Obwohl das Zentralfest des Schweizerischen Studentenvereins im September 1852 in Brig mit viel Begeisterung über die Bühne ging, lebte die Briger Sektion jahrelang nicht mehr auf.

 

Peter Josef Kämpfen (1827- 1873), streitbarer Pfarrer und Publizist, animierte 1860 zu einer Neugründung. 1864 wurden Farben angeschafft. Im Februar 1865 ging auch der Wunsch nach einer eigenen Fahne in Erfüllung. Im gleichen Jahr wurden neue Statuten beraten, die 1869 revidiert wurden und bis 1917 galten. Sie wurden 1961, 1973 und 1980/81 neu gefasst.

 

Die Mitglieder schieden sich in Aktive, meist 3-10, und in Kandidaten. Die Kasse wies einen Umsatz von ca. Fr. 100.- bis Fr. 200.- auf und schloss meist mit einem kleinen Einnahmenüberschuss. Die Geschichte der Brigensis bis Anfang der sechziger Jahre nahm eine gedeihliche Entwicklung. Grosse Umbrüche gab es nicht. Wohl hatten die Weltkriege von 1914-1918 und 1939-1945 auch gewisse Auswirkungen auf die Verbindung, im allgemeinen aber verlief das Verbindungsleben in geordneten Bahnen: zu Semesterbeginn die Komiteewahlen, in der Regel jeden Monat ein allgemeiner Konvent mit Vorträgen, Diskussionen und Konferenzen.

 

 

Ein Foto aus alter Zeit

 

 

 

   
Die Brigensis im Wintersemester 1924 / 1925

 

 

Seit 1939 veranstaltet man eine Weihnachtsfeier oder Adventsfeier, die im Laufe der Jahre das Gesicht etwas gewechselt hat. Am Fetten Donnerstag und früher am Fasnachtsdienstag fand der grosse Kommers statt. Bei Empfängen von Behördemitgliedern und andern offiziellen Anlässen trat die Verbindung in corpore oder mit einer Fahnendelegation auf. Die Zentralfeste in Brig, die Fahnenweihen und vor allem die 1944 mit grossem Pomp und einer Ansprache von Bundesrat Philipp Etter begangene Jahrhundertfeier waren markante Anlässe im Leben der Brigensis. Ernst Zenklusen dichtete 1907 die Couleurstrophe. In seinem 1932 erschienenen Buch "Bergmenschen" erzählt er begeistert, wie das Lied entstand und erstmals gesungen wurde. Theophil Z'Brun verfasste die Fuxenstrophe. KunstmalerLudwig Werlen zeichnete 1909 für die Brigensis die erste Couleurkarte, der 1944, 1948 und später weitere folgten.

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